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Geburtsvorbereitung und Geburt

Nun ist es also bald soweit: Die Welpen werden auf die Welt kommen! Ein freudiges Ereignis, für das man einiges vorbereiten sollte. Als erstes die Wurfkiste:


 - Sie sollte so groß gewählt sein, daß sich die Hündin bequem darin umdrehen kann.
 - Sie sollte aus Holz sein
 - An den Innenwänden sollten Leisten angebracht sein, damit die Hündin sich nicht versehentlich auf ihre Welpen legt.
Unsere Hündinnen bevorzugen eine Höhle zum Werfen, deshalb haben wir im Wurfzimmer eine gebaut.
 - Sie sollte vorne einen Ein- und Ausstieg haben, damit die Hündin sich von ihren Welpen entfernen kann, diese aber nicht heraus können.( Man kann Scharniere anbringen, damit man, wenn die Welpen älter sind, diese einfach herunterklappen kann)
 - Die Wurfkiste sollte in einem hellen, ruhigen, zugluftfreien und leicht zu reinigenden Raum stehen.
 - Man kann sie mit Tüchern oder Stroh auslegen. ( Ich habe für die Geburt Tücher benutzt und danach liegen die Welpen trocken auf einem Kunstrasen mit Drainage.)
 - Die Hündin sollte kurz vor der Geburt an die Wurfkiste gewöhnt werden.

Außerdem solltet Ihr eine Waage, Stift und Papier, Schere, Faden und natürlich die Telefonnummer Eures Tierarztes bereithalten.( Schere und Faden für den Fall, daß Ihr die Welpen selber abnabeln müsst.) Da ich mich viel mit Homöopathie beschäftige, habe ich während der geburt auch immer einige Mittel zur Hand:

1. Caulophyllum D6, alle 1/2 Stunde 6-8 Globuli
2. Secale cornatum D6, ab dem 3. Welpen alle 1/2 Stunde
3. Cimicifuga bei ausbleibenden Wehen nach 2 Stunden alle 15 Minuten 20 Tropfen
4. Veratrum album D4 bei großen Würfen und schwerer Geburt alle 1/2 Stunde
5. Rescue-Tropfen, bekommen alle meine Welpen nach der Geburt

Die Geburt:

Einige Tage vor dem Geburtstermin können bei der Hündin schon Verhaltensänderungen auftreten. Oft sucht sie schon den Platz, der für die Geburt vorgesehen ist, auf und versucht dort eine Mulde zu graben. Manchmal verliert sie den Appetit und der Durst steigert sich. Manche Tierärzte sagen, man könne durch Fiebermessen herausfinden, ob die Geburt bevorsteht, die Körpertemperatur sinke dann auf ca. 37,5 Grad ab. ( Normal ist bei Hunden 38,5-39 Grad ) Leider halten sich nicht alle Hündinnen daran, bei unserer blieb die Temperatur die ganze Zeit über konstant.

Die erste Phase der Geburt: ( Eröffnungsphase)

Das Verhalten der Hündin kann unterschiedlich sein, manchmal sind sie aufgeregt, manchmal jedoch ganz ruhig. Während dieser Phase weitet sich der Gebärmutterhals und sie kann einige Stunden dauern. Unsere Hündin hat in dieser Zeit angefangen, den Kalk von den Wänden in ihrem Geburtsraum zu nagen. Die ersten Wehen setzen am Ende dieser Phase ein.

Die zweite Phase: (Austreibungsphase)

Die Gebärmutter zieht sich zusammen und der erste Welpe wird geboren. Man sollte sich nicht erschrecken, wenn die Hündin eine Menge Fruchtwasser verliert, eine Hundegeburt ist eine sehr nasse und schmutzige Angelegenheit! Es ist auch völlig normal, wenn die Welpen in der Steißlage geboren werden. Nachdem der erste Welpe da ist, dauert es eine Weile, bis der nächste erscheint. Die Hündin nutzt die Zeit um ihren Welpen trocken zu lecken und er sucht instinktiv nach den Zitzen. Wir hatten 9 Welpen und die Geburt hat 9 Stunden gedauert, geht es aber nicht richtig voran, sollte man den Tierarzt informieren.

Die dritte Phase:

Die Nachgeburt wird ausgestoßen und die Hündin frisst sie auf. ( Auch wenn wir Menschen dies vielleicht ekelhaft finden, es ist wichtig, daß die Hündin dies tut, denn sie erhält dadurch wichtige Nährstoffe ) Die Nachgeburt wird entweder nach jedem Welpen oder am Ende ausgestoßen.

Nachdem der erste Welpe auf der Welt ist und die Hündin ihn trockengeleckt hat, sollte er etwas von der wichtigen Kolostralmilch trinken, die für ihn wichtige Abwehrstoffe enthält. Während der zweite Welpe geboren wird, kann man den ersten wiegen und kontrollieren, ob er gesund aussieht und keine Missbildungen hat.

Geburtsschwierigkeiten:

Wie überall, können auch bei einer Geburt Schwierigkeiten auftreten. Bei folgenden Symptomen solltet Ihr Euren Tierarzt befragen:

 - Wenn die Preßwehen länger als 30 Min. anhalten und kein Welpe geboren wird.( Es kann eine Lageanomalie vorliegen, oder der Welpe kann für das Becken der Hündin zu groß sein)
 - Wenn die Wehen schwach oder unregelmäßig sind.
 - Wenn nach der Geburt des letzten Welpen mehr als 4 Stunden vergehen, ohne das der nächste geboren wird. ( Es sei denn, man weiß sicher, daß keine mehr vorhanden sind)
 - Wenn die Hündin auf einmal einen sehr kranken Eindruck macht.



 

 

  © Dina Lilkendey - Scherf